Schaeffler reduziert Personalkosten in Herzogenaurach

1 August, 2009

Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertreter der Schaeffler KG haben sich gestern (31. 7. 2009) am Standort Herzogenaurach auf ein Maßnahmenpaket zur Senkung der Personalkosten geeinigt. Es hat ein Einsparvolumen von 59 Millionen Euro.

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Conti Hausbanken wollen keine Übernahme von Schaeffler

28 Mai, 2009

Die Hausbanken von Continental sträuben sich Kreisen zufolge gegen eine Übernahme vom angeschlagenen Wälzlagerkonzern Schaeffler.

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Schaeffler gesteht

23 März, 2009

Man habe die Situation "nicht allein zu verantworten". Die Veränderung der Weltwirtschaft sei "zum Teil politisch und zum Teil durch die Banken verschuldet", sagte Maria-Elisabeth Schaeffler der Online-Ausgabe des „Spiegels“. Die Schaeffler-Eigentümer sehen sich vor allem als Opfer der Wirtschaftskrise. "Insofern steht der Staat in einer Verantwortung."

"Wir haben selbstverständlich negative Szenarien durchgespielt", so Miteigentümer und Sohn Georg Schaeffler in demselben Interview. "Doch wenn ein Unternehmer sich allein an dem wenig wahrscheinlichen Worst-Case-Fall orientiert, macht er gar nichts mehr.“ Am Ende habe man dann leider ein Szenario erlebt, dass man als perfekten Sturm bezeichnen könne. "Unser Fehler war, dass wir die Zukunft falsch eingeschätzt haben", sagte Maria-Elisabeth Schaeffler und ihr Sohn ergänzt: „Mit dem Wissen von heute, hätte man eine solche Transaktion mit dieser Verschuldungsthematik sicher nicht gemacht."

Mit dem Wissen von heute hätten andere aus Politik, Wirtschaft und Bankenwelt auch den Versuch des kleineren Unternehmens aus Herzogenaurach, die viel größere Continental AG in Hannover zu übernehmen nicht als strategisch wichtigen Plan positiv kommentiert. Damals sah man die Chance, einen Automobilzulieferer von globalen Dimensionen in Deutschland zu etablieren. Viele Banken berieten dabei und verdienten schon daran gutes Geld.

Doch dann waren es Banken, die mit zwielichtigen Geschäften den Niedergang der Finanzwirtschaft und schließlich auch der realen Wirtschaft auslösten. Vor diesem Hintergrund erhält das Verhalten des Commerzbankchefs Martin Blessing seine ganz besondere Bedeutung. Geplant war ein vertrauliches Treffen von Schaeffler-Betriebsräten mit dem Bankchef. Das wurde von Blessing am Donnerstag vergangener Woche (19. März 2009) abgesagt, mit der Begründung, die IG Metall habe auf ihrer Internetseite vorab darüber informiert.

Die Commerzbank ist Hauptkreditgeber der Herzogenauracher und arbeitet unter dem Schutzschirm, den die Bundesregierung für die Banken eingerichtet hat, damit die Finanzierung von Unternehmen sichergestellt ist. Nun wird auch der Fall Schaeffler zum Prüfstein, ob sich die Banken sich zu der daraus erwachsenden Verantwortung gegenüber unserer Wirtschaft und auch gegenüber Kunden wie Schaeffler bekennen.

Ein Sprecher der Commerzbank betonte nach der Absage, grundsätzlich bestehe nach wie vor die Bereitschaft zu konstruktiv und verantwortungsvoll geführten Gesprächen. Doch auch die sachkundigen Spatzen pfeifen es immer noch von den Dächern, dass sich die Commerzbank und die anderen beteiligten Kreditinstitute das Unternehmen unter den Nagel reißen wollen, weil es sich „verzockt“ habe

Andererseits heißt es, die Gläubigerbanken seien offenbar grundsätzlich bereit, Schaeffler zahlungsfähig zu erhalten. Dank einer Zwischenfinanzierung, auf die sich die Banken – darunter vor allem die Commerzbank und die Royal Bank of Scotland – mit Schaeffler geeinigt haben, soll die Liquidität des fränkischen Familienkonzerns bis Anfang kommenden Jahres sichergestellt sein.
Die Schaeffler-Gruppe hat inzwischen ein Sanierungskonzept erarbeitet. "Unser Konzeptvorschlag liegt jetzt den Banken vor", sagte Georg Schaeffler dem „Spiegel“. Man hoffe, "dass sie schnell auf unser Konzept reagieren, weil wir vermeiden wollen, in den Wahlkampf gezogen zu werden". Man wird sehen.

Schaeffler meldete über 1250 Patente an

20 März, 2009

Die Schaeffler-Gruppe hat 2008 mehr als 1250 Patente beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet. Das fränkische Familienunternehmen zählt damit zu den zehn innovativsten Unternehmen in Deutschland. Die Schaeffler KG mit den Marken INA und FAG erreicht demnach mit 605 erteilten Patentanmeldungen Rang acht, die Marke LuK belegt mit 221 erteilten Anmeldungen Platz 21. Zusammengerechnet erreichen die drei Marken damit den fünften Platz unter den Patenanmeldern.

Der effizientere Einsatz von Ressourcen steht im Vordergrund der Entwicklungsarbeit bei Schaeffler. Aktuelles Beispiel ist etwa der vollvariable Ventiltrieb Multi-Air, den die Schaeffler Gruppe gemeinsam mit Fiat Powertrain entwickelt hat und der erstmals auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde. Gegenüber herkömmlichen Motoren lassen sich so bei gleichzeitig gesteigerter Fahrdynamik bis zu 25 Prozent Kraftstoff und CO2-Emissionen sparen.

Weltweit arbeiten rund 5200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schaeffler in 30 Entwicklungszentren an neuen Lösungen für die Antriebstechnik in Maschinen und Fahrzeugen. Im Automobil umfasst das Produktspektrum Komponenten und Systeme für Motor, Getriebe und Fahrwerk, in der Industrie reicht das Anwendungsspektrum von der Windkraft über Produktionsmaschinen bis hin zur Medizintechnik.

Schaeffler arbeitet weiter an Automotive-Fusion

10 März, 2009

Die angeschlagene Schaeffler-Gruppe arbeitet weiter an der geplanten Zusammenlegung ihrer Autozuliefer-Sparte mit der der Continental AG. "Wir werden weiter an der Zusammenführung der beiden Automotive-Bereiche arbeiten und sind zuversichtlich, dass das hoch kooperativ und ohne Störungen weiter vorangeht", sagte ein Sprecher der in Herzogenaurach ansässigen Schaeffler Dow Jones Newswires am Montagabend. Allerdings sei die Fusion sicher kein Vorgang, der in den nächsten Monaten abgeschlossen sein werde.

Das "Handelsblatt" hatte am Montagabend vorab aus seiner Dienstagsausgabe gemeldet, dass Schaeffler die Pläne für die Fusion der Autozuliefer-Sparten auf Eis gelegt habe und sich dabei auf Industriekreise berufen. "Wenn man da die Synergien ohne einen großen Zusammenschluss bergen kann, belastet das die Organisation nicht zusätzlich", zitierte das Blatt die Kreise. Wegen der hohen Verschuldung gäbe es aktuell genug Probleme zu bewältigen.

Durch die Zusammenführung der Zulieferzweige beider Unternehmen sollten maximale Synergien gehoben und Schaefflers Schuldenlast aufgeteilt werden. Die neue Gruppe ist mit rund 22 Mrd EUR verschuldet.

Schaeffler und die in Hannover ansässige Continental sind hoch verschuldet und leiden unter der Rezession am Automobilmarkt.

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