Pkw-Reifenmarkt 3,7 Prozent im Minus

Der Absatz von Pkw-Pneus an private und gewerbliche Kunden ist 2008 um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 44,87 Millionen Einheiten gesunken. Die Zahl der im Handel verkauften Winterreifen schrumpfte um 3,4 Prozent auf 21,35 Millionen Stück.

Der Absatz von Sommerreifen sank um vier Prozent auf 23,5 Millionen Einheiten. Einer der Gründe für das Minus ist laut dem Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) die steigenden Unterhaltskosten für Pkw. Viele Autofahrer hätten deswegen ihre Fahrten reduziert und würden zudem die alten Reifen deutlich später ersetzen. Hinzu komme die in den letzten Jahren erhöhte Lebensdauer der Reifen.

Noch stärker als bei den Pkw-Pneus ging der Absatz von Lkw-Reifen zurück. 1,81 Millionen verkaufte Neureifen bedeuten ein Minus von 13,4 Prozent, der Absatz runderneuerter Reifen sank um 15,1 Prozent auf 1,18 Millionen Einheiten. Gründe sind laut BRV eine deutlich längere Reifennutzung durch den Kostendruck in der Branche, der wachsende Marktanteil osteuropäischer Speditionen auf dem deutschen Transportmarkt sowie die zunehmende Ausflaggung deutscher Transportunternehmen. Gute Ergebnisse wurden 2008 allein bei Motorradreifen erzielt. Der Absatz wuchs um vier Prozent auf 1,29 Millionen Stück, so der Verband.

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