Noch keine Zeit für Sommerreifen
Die kommenden Tage können durchaus noch einmal Schnee und Eis bringen. Ein verfrühter Reifenwechsel kann schwerwiegende Folgen haben.
Zurzeit ist bei vielen Österreichern die Sehnsucht nach Sonnenschein und Frühlingstemperaturen groß. Deshalb appellierte der ÖAMTC am Samstag an die Autofahrer, nicht frühzeitig von Winterreifen auf Sommerreifen zu wechseln. Denn die kommenden Tage könnten durchaus noch einmal tiefe Temperaturen und sogar Schneefälle bringen.
Angesichts der eher trüben Wetterprognosen warnte der ÖAMTC-Reifenexperte Friedrich Eppel davor, Sommerreifen zu früh anzubringen: "Von O bis O – Oktober bis Ostern – sollten Lenker mit Winterreifen unterwegs sein." Ein verfrühter Reifenwechsel kann schwerwiegende Folgen haben, denn seit 5. Jänner gilt in Österreich die "Situative Winterausrüstungspflicht". Diese besagt, dass von 1. November bis zum 15. April in ganz Österreich bei Schneefahrbahn, Schneematsch oder Eis Winterpneus an allen Rädern eines Kraftfahrzeuges angebracht sein müssen.
Schneeketten auf mindestens zwei Antriebsrädern kann man als Alternative zur Winterbereifung nehmen. Dies ist allerdings nur erlaubt, wenn die Straße durchgängig oder fast durchgängig mit Schnee oder Eis bedeckt ist. Der Club empfiehlt allerdings, Sommerreifen mit Schneeketten nur im Notfall zu verwenden.
Verhältnisse beachten
Die Einschätzung der Fahrbahnverhältnisse obliege dem Kraftfahrer aufgrund seiner persönlichen Erfahrung. "Wir raten aber allen Autofahrern, besonders vor längeren Fahrten, wie zum Beispiel in den Osterurlaub, regelmäßig die Wetterberichte zu verfolgen. So kann man die Wetterentwicklung besser abschätzen", sagte der ÖAMTC-Experte.
Einen exakten, immer gleichen Zeitpunkt zum Reifenwechseln gibt es jedoch nicht. "Meist ist es der Blick aufs Thermometer, der zeigt, dass der richtige Moment für Sommerreifen gekommen ist", so Eppel. Der rechtzeitige Umstieg auf Sommerreifen ist für die sichere Straßenlage des Autos von enormer Wichtigkeit. "Die Gummimischung bei Winterreifen ist für Fahrbahntemperaturen von unter zehn Grad Celsius ausgelegt. Bei höheren Temperaturen wird die Lauffläche zu weich. Die Folgen sind ein längerer Bremsweg und ein schlechteres Fahrverhalten des Autos.
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