Chassis Controller von Continental vernetzt elektronische Fahrwerks- und Sicherheitssysteme

6 November, 2008

Die Division Chassis & Safety des internationalen Automobilzulieferers Continental hat ein neuartiges zentrales Steuergerät entwickelt, das alle Informationen der verschiedensten Assistenz- und Sicherheitssysteme zentral verarbeiten kann. Der Chassis Controller greift dabei über schnelle Datenleitungen nicht nur in Echtzeit auf die verschiedensten Sensoren zu, sondern stimmt die Eingriffe der einzelnen Aktuatoren aufeinander ab. Unter der Bezeichnung Global Chassis Control (GCC steht für die Vernetzung der zunehmenden elektronischen Fahrwerkregelsysteme), erhöht diese Funktion sowohl Fahrkomfort als auch Sicherheit.

Durch den Chassis Controller kann die Anzahl der Sensoren reduziert werden, wodurch sich auch die Komplexität der Fahrzeugelektronik verringert. Bislang autonom arbeitende Systeme können vernetzt werden.

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Informationen der Bordkameras oder der Navigation über den weiteren Straßenverlauf können herangezogen werden, die Fahrwerksabstimmung frühzeitig zu optimieren, die Hinterachslenkung zu aktivieren und durch einen leichten Eingriff ins Motormanagement dafür zu sorgen, dass eine enge Kurve nicht zur Unfallgefahr wird. Der Chassis Controller erreicht in seiner Koordinatorrolle, dass sich die einzelnen Assistenz- und Sicherheitssysteme in ihrer Wirkung verstärken und nicht gegeneinander arbeiten.

Um die Daten zuverlässig und schnell zu verarbeiten, setzt Continental auf eine Software nach Autosar-Standard. Diese bietet eine geeignete Plattform zur Integration verschiedener Applikationen und OEM Brand Software. Die Kommunikation zwischen Chassis Controller und den einzelnen Sensoren und Systemen im Fahrzeug umfasst unter anderem auch den im Automobilbau neuen Datenbus-Standard FlexRay.

In einem modernen Auto sind bis zu einem halben Dutzend oder mehr einzelne Steuergeräte für Assistenz- und Komfortsysteme verbaut. Sie regeln das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP, passen Dämpfer und Federn an die jeweilige Fahrsituation oder den Straßenzustand an. Sie regulieren die elektrisch unterstützte Lenkung oder reagieren auf die Signale von Radar- oder Kamerasensoren, die beim Ausscheren oder vor dem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrbahn warnen. Auch Telematikdaten können zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen. Dabei werden im Zuge der kommenden „Car-to-Car-Communication“ Gefahrsituationen wie eine Stauende-Warnung von Fahrzeug zu Fahrzeug übertragen. Die Auswertung der Navigationsdaten gibt ebenfalls Aufschluss über gefährliche Straßenverläufe, auf die sich die Systeme dann einstellen können.

Die Basis-Technologie des Chassis Controllers wird bei einem deutschen Automobilhersteller schon in einzelnen Modellen eingesetzt. In Zukunft soll die Leistungsfähigkeit des Chassis Controllers bei kompakterer Bauweise weiter erhöht werden, um weitere Funktionalitäten zu realisieren.

Autoproduktion in Europa sinkt

3 November, 2008

Die Autoproduktion in Europa wird in den kommenden Jahren deutlich sinken. Das prognostiziert eine Studie der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers. Demnach werden in den 15 EU-Staaten Westeuropas 2011 nur noch 13,7 Millionen Pkw vom Band rollen.
2007 waren es 14,1 Millionen. In den USA sinken die Produktionszahlen bis 2011 von zuletzt 10,5 Millionen Fahrzeugen jährlich auf 9,9 Millionen Einheiten jährlich. Grund sind laut der Studie die Finanzkrise, hohe Kraftstoffpreise und die Angst vor einer Rezession. Die Autobranche reagiere besonders sensibel auf die Konjunkturentwicklung und werde sich nicht so bald davon erholen. 202px-Dortcar in Autoproduktion in Europa sinkt

Nicht betroffen von dem Absatzrückgang sind hingegen die aufstrebenden Nationen Russland, Indien, China und Brasilien. Dort steigt die Autoproduktion zwischen 2007 und 2011 voraussichtlich von rund 13 Millionen Einheiten jährlich auf 20,9 Millionen Einheiten jährlich.

Generell geht der Trend weltweit zu kleineren Autos. Der Anteil von Fahrzeugen mit weniger als 1,6 Litern Hubraum wird von derzeit 39,5 Prozent bis 2011 auf 46,7 Prozent steigen. Der Anteil an Pkw mit drei Litern Hubraum und mehr wird voraussichtlich von 18 Prozent auf 13,5 Prozent sinken. Die Bedeutung von Elektroautos bleibt bis 2011 marginal.

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