Reifenmarkt mit durchwachsender Bilanz

21 März, 2008

Gut 55 Millionen Autoreifen wurden im vergangenen Jahr vom Reifenhandel an private und gewerbliche Verbraucher verkauft. Dabei konnten in allen Produktsegmenten außer im Segment Pkw-Reifen Zuwächse erreicht werden. Dies hat der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) mitgeteilt, der nach eigenen Angaben mit 1.750 Mitgliedsunternehmen und über 3.000 Verkaufsstellen rund 80 Prozent der Betriebe des Reifenfachhandels und -handwerks in Deutschland repräsentiert.
Mit 45,5 Millionen vom Handel an Verbraucher gelieferten Pkw-Reifen ging der Mengenabsatz laut BRV im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 11,5 Prozent zurück. Der Absatz von Pkw-Winterreifen sei überproportional um 17,3 Prozent auf 21,1 Millionen gesunken. Offenbar ist die durch die StVO-Novelle beförderte Umrüstquote auf M+S-Reifen, die mittlerweile bei 58,1 Prozent liegt, angesichts der milden Witterung nicht mehr zu toppen. "Die vor ein bis zwei Jahren gekauften Reifen sind aber überwiegend noch in gutem Zustand, weshalb Ersatzbedarf erst wieder für die kommenden Jahre zu erwarten ist", heißt es in der BRV-Mitteilung.
Im Segment Pkw-Sommerreifen sank der Mengenabsatz im Schnitt um 5,8 Prozent und war damit deutlich weniger rückläufig als bei Winterreifen. Höhere Sparsamkeit, sinkende Jahresfahrleistungen und längere Laufleistung der Modelle sind aus Verbandssicht die Hauptgründe für den nachlassenden Ersatzbedarf.
Positiv hingegen habe sich der Absatz von Hochleistungs- und Notlaufreifen sowie von Geländereifen für Off-Road-Fahrzeuge entwickelt. Insgesamt wuchs der Stückverkauf hier um 3,8 Prozent auf knapp elf Millionen. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert der Verband eine Zuwachsquote von insgesamt knapp zwölf Prozent für dieses Marktsegment, bedingt duch steigende Zulassungszahlen in den Fahrzeugkategorien, die mit Reifen dieser Typen ausgerüstet sind. Insgesamt hofft der BRV auf ein Plus von 1,5 Prozent im Ersatzgeschäft mit Pkw-Reifen.
Marktanteile nahezu unverändert
Die Anteile der verschiedenen Distributionskanäle am Pkw-Reifenersatzgeschäft seien in 2007 im Wesentlichen unverändert geblieben, hieß es abschließend. Nach wie vor besetzt der spezialisierte Reifenfachhandel mit 55 Prozent Distributionsanteil die Schlüsselposition im Absatz an Verbraucher. Es folgt der Vertriebskanal Autohaus mit 29 Prozent. Der Rest entfällt auf Fachmärkte (zehn Prozent), Online-Absatz (vier Prozent) und Sonstige (zwei Prozent); dabei hätten die Reifenhändler im Vergleich zum Vorjahr zugunsten der Online-Anbieter einen Prozentpunkt eingebüßt.

Wintereinbruch führt zum Massenunfall auf der A9

21 März, 2008

Bei mehreren schneebedingten Unfällen sind am Donnerstagnachmittag auf der A 9 bei Bayreuth sieben Menschen verletzt worden, vier davon schwer. Nach Polizeiangaben ist noch unklar, ob zu hohe Geschwindigkeit, zu geringer Abstand oder fehlende Winterreifen dabei eine Rolle spielten. Insgesamt gab es drei Unfälle mit insgesamt 21 Fahrzeugen. Ursprünglich war von 25 Fahrzeugen die Rede. Es entstand ein Sachschaden von 500 000 Euro.

Nach Angaben eines Sprechers des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) fuhren allein bei dem Unfall nahe Spänfleck über ein Dutzend Fahrzeuge aufeinander. Auch ein Lkw sei an der Massenkarambolage beteiligt gewesen. Die Rettungskräfte waren mit mehreren Krankenwagen und zwei Hubschraubern im Einsatz. Es wurde aber niemand lebensbedrohlich verletzt.

Die Autobahn war in Richtung Berlin für mehrere Stunden gesperrt. Zwischenzeitlich bildete sich ein Rückstau von rund 25 Kilometern Länge.

Noch keine Zeit für Sommerreifen

17 März, 2008

Die kommenden Tage können durchaus noch einmal Schnee und Eis bringen. Ein verfrühter Reifenwechsel kann schwerwiegende Folgen haben.
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Continental erhöht Preise

11 März, 2008

Der Reifenhersteller Continental wird die Preise für seine Sommerreifen und Winterreifen im Pkw und Transporterreifen bereich im Verkauf an Reifenhändler um durchschnittlich 3,5 bis 5 Prozent erhöhen. Die Preiserhöhung, die Marken übergreifend und für ganz Europa gilt, soll bis zum 1. Juni 2008 abgeschlossen sein. Grund sind die noch einmal deutlich gestiegenen Kosten für Rohmaterialien wie Stahl, Kautschuke und Erdölderivate. Da die Preisfindung für Reifen im Markt stattfindet und es keine unverbindlichen Richtpreise des Herstellers gibt, kann Continental über die Preise im Handel keine Prognose abgeben.

Laut Conti-Chef weitere Werke auf dem Prüfstand

10 März, 2008

Beim Autozulieferer Continental stehen weitere Werke auf dem Prüfstand. «Wir haben weltweit 200 Standorte in 36 Ländern. Sicherlich benötigen wir nicht alle Standorte», sagte Conti-Chef Manfred Wennemer der «Wirtschaftswoche».
Auf die Frage, welche Werke betroffen seien, sagte Wennemer: «Das lässt sich so pauschal nicht sagen, aber ich gebe Ihnen ein Beispiel: Wir produzieren Airbags in Regensburg und Ingolstadt, in Amerika, China und Südamerika.

Jetzt Schauen wir: Wer sind die Wettbewerbsfähigsten. Da werden wir dann Airbags produzieren.» Das heiße zwar nicht, dass es automatisch zur Schließung von Werken komme, «aber auszuschließen ist es ebenso wenig», sagte Wennemer. Als Zeitraum nannte Wennemer die kommenden drei bis fünf Jahre.
Zwtl: Positive Bilanz der VDO-Übernahme
Bereits Ende Februar hatte Continental angekündigt, trotz eines milliardenschweren Rekordgewinns weitere 2.500 Arbeitsplätze in Deutschland streichen zu wollen. So soll der Standort in Wetzlar in Hessen mit 450 Mitarbeitern Ende des Jahres aufgegeben werden. Auch betriebsbedingte Kündigungen als «allerletztes Mittel» schloss Wennemer damals nicht aus. Die IG Metall reagierte mit Empörung auf den angekündigten Jobabbau und kündigte Widerstand an.
100 Tage nach der Übernahme des Konkurrenten Siemens VDO zog Wennemer jetzt eine positive Bilanz: «Wir stehen besser da als erwartet», sagte er. «Wir haben gesagt, wenn wir etwa 170 Millionen Euro an Synergien im Jahre 2010 holen, können wir damit den Kaufpreis von 11,4 Milliarden Euro inklusive Steuergutschrift an Siemens rechtfertigen. Wenn wir jetzt also auf 300 Millionen Euro oder mehr kommen, dann können wir den Kaufpreis eben noch besser rechtfertigen.» Bei VDO wurden laut den Conti-Angaben von Februar seit dem Sommer 1.800 Arbeitsplätze über Fluktuation abgebaut.

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