Continental zu Anpassungen in Puchov gezwungen

Als Konsequenz der negativen Folgen der allgemeinen wirtschaftlichen Rezession muss die Continental AG ihre Produktionskapazitäten für Lkw Reifen in Europa weiter anpassen und eine Ein-Standort-Strategie für das Maschinengeschäft umsetzen. Nach einem drastischen Nachfragerückgang in den ersten Monaten dieses Jahres hat der Automobilzulieferer aktuell mit Überkapazitäten von mehr als zwei Millionen Lkw-Reifen zu kämpfen.

Der Umsatz des Maschinengeschäfts hat sich fast halbiert. Obwohl bereits zahlreiche Anpassungen in allen Werken durchgeführt wurden, zwingt der weiterhin negative Trend in dem Markt zu weiteren Restrukturierungen.

Continental Matador Truck Tires s.r.o. wird bis spätestens 30. November 2009 seine Belegschaft im slowakischen Werk Puchov um 75 Personen reduzieren. Zudem wird als Ergebnis einer detaillierten Analyse des Maschinengeschäfts eine Ein-Standort-Strategie umgesetzt werden. Dies bedeutet, dass das Maschinengeschäft zukünftig am Standort Hannover-Stöcken konzentriert wird. Davon werden rund 190 Mitarbeiter im Continental Maschinenbereich in Puchov betroffen sein. „Wir sind ein enger und wichtiger lokaler Partner. Daher ist uns diese Entscheidung sehr schwer gefallen. Das Geschäft in Puchov ist langfristig orientiert. Wir tun unser Bestes, um die Krise erfolgreich zu meistern“, erklärte Markus Korsten, Leiter der weltweiten Nfz-Reifenproduktion bei Continental.

Bevor diese Entscheidung getroffen wurde hat das Lkw-Reifen-Werk in Puchov, Slowakei, sein Produktionsvolumen bereits um knapp 50 Prozent gesenkt. Dies hat sich auch unmittelbar auf die Beschäftigungssituation ausgewirkt.

„Wir haben bereits alle verfügbaren Anpassungsmöglichkeiten genutzt: Verlängerung der Werksferien, Abbau der Arbeitszeitkonten, Einstellungsstopp, Kurzarbeit und Angebot von Alternativarbeitsplätzen im Unternehmen für zahlreiche Mitarbeiter. Trotzdem sind weitere Maßnahmen erforderlich. Aktuell befinden wir uns in einem ständigen Dialog mit den Arbeitnehmervertretern und versuchen alles, um den Betroffenen jede mögliche Beratung und Unterstützung zu geben“, fügte Friedrich-Wilhelm Falkenreck, Personalleiter der Reifen-Divisionen bei Continental, hinzu.

Continental ist einer der wichtigsten Investoren in der slowakischen Automobilindustrie und mit circa 4.400 Mitarbeitern auch einer der größten Arbeitgeber im Land.

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