Conti Hausbanken wollen keine Übernahme von Schaeffler
Die Hausbanken von Continental sträuben sich Kreisen zufolge gegen eine Übernahme vom angeschlagenen Wälzlagerkonzern Schaeffler.
Die Banken haben Angst, dass durch die Übernahme ihr eigenes Risiko weiter steigt, da die Schuldenlast bei Continental weiter in die Höhe gehen würde. Daher ist dieses von Schaeffler vorangetriebene Konzept noch lange nicht in trockenen Tüchern. Bis zu 12 der insgesamt 50 Conti-Darlehnsgeber hätten Widerstand gegen eine volle Integration des fränkischen Wälzlagerherstellers Schaeffler in Conti angekündigt. Sie forderten unter anderem eine Kapitalerhöhung eines neu formierten Unternehmens, um so die Schuldenlast zu reduzieren, sagte der Insider.
Auch "Financial Times Deutschland" berichtete vorab von einem Widerstand der Conti-Banken gegen eine Komplett-Übernahme von Schaeffler. Zur Vertretung ihrer Interessen wollten die Conti-Banken demnächst einen Lenkungsausschuss bilden, schreibt das Blatt.
Beide Zulieferer sind mit jeweils rund elf Milliarden Euro verschuldet. Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise ist der ursprüngliche Plan von Schaeffler für eine Übernahme des deutlich größeren Rivalen aus Hannover ins Wanken geraten. Die Banken der Franken arbeiten daher derzeit an einem Konzept, demzufolge Schaeffler bei Conti eingebracht wird. Durch diesen Rollentausch – so hoffen die Schaeffler-Banken – können die Firmen die angestrebten Synergien schneller nutzen und damit die Schulden rascher abbauen.
Laut einem Vorabbericht des "manager magazin" sollen die beiden angeschlagenen Unternehmen in eine neue Gesellschaft mit Sitz in Herzogenaurach eingebracht werden.
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