Conti soll 2000 Stellen streichen

Was schon seit längerer Zeit befürchtet wird, soll nun Realität werden. Der Autozulieferer Continental (in Deutschland am Standort Hannover vertreten) will in Deutschland und Frankreich fast 2000 Stellen streichen. Die Überbleibsel der Reifenproduktion in Niedersachen werden somit nun endgültig wegfallen. Noch in diesem Jahr soll der Maschinenpark abgebaut werden und der letzte Reifen für LKW das Werk verlassen. Entscheidend für diesen dramatischen Schritt sind die Geschäftseinbrüche.

Die Produktionsmöglichkeiten überschreiten in zu großem Maße die Nachfrage. Allein bei Autoreifen können in diesem Jahr rund 15 Millionen Reifen als Überproduktion anfallen im Unternehmen Continental. Die Konsequenz ist die Schließung der am wenigsten effizienten Standorte, so die Worte von Hans-Joachim Nikolin, dem Chef der Reifensparte. Selbst die inzwischen seit Oktober laufende Kurzarbeit konnte nicht die gewünschten Verbesserungen bringen. Weder mittel- noch langfristig erwartet Conti einen Umschwung.

Ein Minus von 30 Prozent bei der PKW-Reifen-Nachfrage in Europa seit Jahresbeginn gibt wenig Grund zur Hoffnung. Die Gewerkschaften bei Conti kündigten bereits Widerstand für die anstehenden Gespräche mit den Verantwortlichen an. Auch forderten die Arbeitnehmervertreter eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates von Conti. An Gerüchten über einen möglichen Verkauf der Reifensparte ist laut Conti jedoch nichts dran.

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